Übergewicht bei Katzen

Eine Katze gilt dann als übergewichtig, wenn ihr ideales Körpergewicht um 15 – 20 % überschritten wird. Von Adipositas spricht man bei einer Überschreitung des Idealgewichts um 30 – 40 %.

Studien zeigen, dass 40 % aller Katzen übergewichtig sind und 5 % sogar adipös.

Eine Gewichtszunahme ist meist die Folge einer bewegungsarmen Lebensweise. Die Aufnahme von zu vielen Kalorien und gleichzeitig zu geringem Energieverbrauch durch zu wenig Bewegung führt unweigerlich zur Speicherung von überschüssiger Energie in Form von Fett.

Besonders gefährdet für Adipositas sind erwachsene Katze die in einer Wohnung ohne Zugang nach draußen gehalten und reichlich gefüttert werden.

Adipositas verschlechtert die Lebensqualität der Katze

Gelenkerkrankungen sind die Folge – die wiederum die Gewichtszunahme weiter steigern, da sie die Bewegungslust der Katze einschränken.

Viele übergewichtige Katzen leiden an Diabetes mellitus. Studien zeigen, dass ca. 30 % der Diabetesfälle alleine durch ein Gewichtsmanagement verhindert werden können.

Harnwegserkrankungen (Blasenenzündung, Harnsteine) sind die Folge von mangelnder Bewegung und seltenerem Harnabsatz. Übergewichtige Katzen haben  oft Probleme die Katzentoilette zu betreten und benutzen diese somit weniger.

Übergewichtige Katzen neigen zu mangelnder Fellpflege was wiederum zu Hautproblemen führen kann.

Adipöse Katzen reagieren sehr empfindlich auf eine plötzlich eingestelle Nahrungsaufnahme (z.B. bei einer Erkrankung oder bei  Futter mit geringer Akzeptanz). Eine Leberlipidose (Fettspeicherkrankheit) ist die Folge und kann potenziell tödlich verlaufen.

Wie auch bei uns Menschen ist Übergewicht auch eine Belastung für das Herz-Kreislaufsystem. Sie haben eine kürzere Lebenserwartung als ihre normalgewichtigen Artgenossen.

Diät für die Katze

Eine kalorienarme Diät mit hohem Protei- und Faseranteil ist empfehlenswert. Einfach die Hälfte eines normalen Futters anzubieten ist bei einer Katze nicht ratsam, da sie dadurch auch die Hälfte der für sie wichtigen Nährstoffe aufnimmt.

Die Gewichtsabnahme muss langsam und Schritt für Schritt erfolgen. Ideal wäre eine Abnahme des Körpergewichts um 1 % pro Woche, um Muskelabbau und Leberprobleme zu vermeiden.

Die verordnete Tagesration sollte genau abgewogen werden.

Um das Sättigungsgefühl zu steigern wird empfohlen, die Futteraufnahmegeschwindigkeit zu verlangsamen – z.B. mit Futterbälle; Tagesration aufteilen und an unterschiedlichen Stellen in der Wohnung verstecken; Futterbehälter mit engem Eingang, damit die Katze das Futter mit der Pfote rausfischen muss…

Bewegung

Die körperliche Bewegung der Katze sollte gefördert werden, da sie für einen Aufbau der Muskelmasse zu Lasten des Fettgewebes führt.

Ein Bewegungsprogramm sollte langsam aufgebaut und anfangs mit ein paar Minuten pro Tag beginnen.  

Man kann z. B.  das Trockenfutter schrittweise immer weiter weg vom Napf verteilen.
Ein geeignetes Katzenspielzeug sollte den Jagdinstinkt stimulieren (d.h. schnelle und unvorhergesehene Bewegungen, Geräusche, Ähnlichkeit mit Beutetier…) wie z.B. Futterbälle oder Laserpointer.

 Fazit

Eine Gewichtsreduktion ist immer ein Kampf. Eine Katze die erfolgreich abgenommen hat wird stets dazu neigen wieder zuzunehmen und  unter Umständen wird sie auch nie ihr Idealgewicht erreichen. Vorbeugen ist deshalb auch hier besser als behandeln.

Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne zu Fütterung und Bewegung Ihres Lieblings.

Ihr Team der Tierarztpraxis Uderns

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